Winterbehandlung

Für meinen Imkerkurs habe ich heute die Winterbehandlung mit Oxalsäure an dem Ableger in unserem Garten gemacht. Eigentlich behandelt der Kurs das Imkern in der Bienenbox, allerdings steht die erstens nicht bei mir im Garten und zweitens findet man die Bienen im zweizargigen Magazin leichter. In den Wabengassen der Bienenbox sollten sie noch nicht an den Oberträgern angekommen sein, so dass man am besten eine Taschenlampe mitnimmt, um die Wabengassen zu finden, in denen sich die Bienen verstecken. Altenativ kann man auch von rechts nach links die Waben ein stückchen zur Seite rücken, bis man den Anfang der Wintertraube gefunden hat.

Vorbereitung der Säure und Behandlung

Ganz schick finde ich die kleinen Träufelfläschchen, die ich erst durch den Kurs kennengelernt habe. Insbesondere, weil man sie schon zu Hause vorbereiten kann und dann bei den Bienen nicht mit der Säure hantieren muss.

Bienen in Bornheim – 2. Versuch

Nachdem mir letztes Jahr meine Bienen, die ich nach Bornheim geholt hatte geklaut wurden ist jetzt der nächste Versuch gestartet. Ich habe die Erlaubnis bekommen auf einem eingezäunten Grundstück meine Bienen aufzustellen. Ende des Jahres 2019 habe ich dort ein erstes kleines Völkchen in einer Bienenbox aufgestellt. Anfang März 2020 habe ich dann drei weitere Völker aus Scheiderhöhe hierher umgezogen. Jetzt sind sie da, mal schauen wie das erste richtige Jahr hier in Bornheim läuft.

2019

2019 war für meine kleine Hobbyimkerei ein dunkles Jahr, daher gab es auch bisher keinen einzigen Beitrag seit 2018.

Zunächst sind im Winter schon einige Völker eingegangen, so dass ich mit nur drei Völkern bzw. zwei Völkchen und einem Volk in das Jahr gestartet bin. Ein Volk habe ich dann im Frühling von einem anderen Imker übernommen, damit hatte ich zumindest wieder vier Völker. Im April habe ich dann bereits angefangen, Ableger zu machen. Zwei Völker und einen Ableger konnte ich dann bei einem Bauern hier in Bornheim an einem Rapsfeld aufstellen.

Meine ersten Bienen in Bornheim „Am Römerhof“- leider mittlerweile geklaut…

Am ersten Mai war der Raps schon fast verblüht und ich habe die Völker nochmal besucht, da habe ich schon überlegt, wo ich die Bienen danach hinstellen kann. Diese „Sorge“ wurde mir dann zwei Tage später genommen. Freitag Abend klingelte das Telefon und der Bauer fragte, ob ich meine Bienen schon weggeholt hätte. Hatte ich nicht, aber jemand anders… Die beiden Wirtschaftsvölker und der Ableger waren weg, mit Honig und Blechdeckeln und allem, nur die Palette und die Steine, mit denen ich die Deckel beschwert habe, waren noch da. Einzige Genugtuung dabei: Zumindest ein Volk und der Ableger hatten zumindest teilweise noch meine Hoffmann-Klein-Rähmchen, die passen nirgendwo anders!

Der Rest des Jahres lief dann halbwegs gut, aus meinen zwei verbleibenden Völkern habe ich insgesamt 6 Ableger erstellt. Zwei davon sind schon letztes Jahr in Bornheim gewesen, die anderen standen über den Winrter noch bei meinen Eltern auf dem Bauernhof. Eingewintert habe ich also letztes Jahr 8 Völker, die auch alle über den Winter gekommen sind.

Zusätzlich habe ich meine erste Bienenbox für meinen Stadtbienen-Kurs bekommen, die habe ich in Köln abgeholt. Die Bienenbox war die erste Beute an meinem neuen Bonheimer Standort, einem eingezäunten Grundstück der Stadt, dass ich nutzen darf. Im Dezember hatte ich dann meinen ersten Kurstermin.

Neue Königinnen in 2018

Nachdem ich letztes Jahr fast gar nichts in Richtung Königinnenvermehrung gemacht habe (ausser ein paar Ablegern), habe ich dieses Jahr wieder mehr unternommen und auch neue Dinge ausprobiert.

Die zwei „spannendsten“ Experimente waren wohl die Verwendung von bestellten Königinnen und die ersten eigenen Königinen auf die Belegstelle zu schicken. Ansonsten hatte ich meine Ableger dieses Jahr mit unbegatteten Königinnen erstellt, die ich von unserem Reinzüchter im Verein bekommen habe.

Zunächst zu den bestellten Königinnen: Ich hatte mir sicherheitshalber zwei bestellt, falls eine nicht angenommen wird. Die eine habe ich in einen Kunstschwarm eingeweiselt, was in der Regel ja problemlos möglich ist. Leider hatte ich keine Zargen mehr übrig, so dass sie zunächst in einem Kieler Kästchen unterkommen musste. Die zweite habe ich in einen Ableger eingeweiselt, der 9 Tage vorher entweiselt wurde, so dass keine offene Brut mehr vorhanden war. Beide haben überlebt und ich konnte die eine schon für eine Zuchserie nutzen.

Die Königennen von der Belegstelle sind dann letzten Montag zurück gekommen. Von 8 Königinnen, die ich hingebracht habe sind 7 begattet zurück. Diese werde ich in den nächsten Tagen in meine Altvölker per „Teilen und Behandeln“ einweiseln – also im Prinzip in offene Kunstschwärme. Gestern habe ich bereits die erste so in ihr neues Volk gesetzt. Dabei haben sich einige in den verbauten Futterkammern versteckt, so dass ich einige Zeit suchen musste, bis ich eine erwischt habe.

Um meine vier Einwabenkästchen geschützt aufstellen zu können habe ich mir noch auf die schnelle ein Schutzhäuschen gebaut. Die Kieler habe ich in Zweiertürmchen aufgestellt.

Wenn ich die Königinnen alle versorgt – d.h. in die Wirtschaftsvölker eingeweiselt – habe, werden die Kästchen mit schlupfreifen Zellen neu beweiselt. Das wird dann mein letzter Streich für dieses Jahr. Die Königinnen, die daraus noch begattet werden sind dann als Reserve für diejenigen gedacht, die die Varroabehandlung nicht überleben oder aus anderen Gründen noch abhanden kommen.

Erster Ableger 2018

Am Freitag den 13.4. habe ich entschieden, dass es Zeit ist eines meiner Völker in den Segeberger Beuten um einen Ableger zu schröpfen. In der Kiste war schon sehr viel los, so dass mir das nötig erschiebm um den Schwarmtrieb herauszuzögern. Der Tag war allerdings schlecht gewählt, wie ich leider erst eine Woche später fest. Als ich nachschaute, ob noch genug Bienen im Ableger sindm stellte ich fest, dass es um den Ableger besser bestellt war als geplant: Er hat bereits nach einer Woche eine begattete Königin. Die Durchsicht des „Spendervolks“ brachte dann Gewissheit: der Ableger war ausversehen ein Königinnenableger geworden; hier war einiges an Nachschaffungszellen zu finden. Ärgerlich, aber der Schwarm ist wohl erstmal verhindert…

Wieder was gelernt: Freitag der 13. ist kein guter Tag für Ableger.